Ist es nicht Wahnsinn, was wir gemeinsam schaffen können? Das gilt natürlich für unsere Laufaktion, aber auch für die gesamte Festwoche, die nun schon wieder einige Zeit hinter uns liegt.
Wir hatten alle, die Spaß am Laufen und Walken haben und sich Stolpen verbunden fühlen, aufgerufen, zwischen dem 19.01. (Neujahrsempfang) und dem 31.05.2018 (letzter Lauftreff vor der Geburtstagsfeier) bei unserer Aktion „Stolpen läuft 8000 km“ mitzumachen. Anfangs sollten es 800 km sein, daraus wurden dann schnell 10 x 800, also 8000 km. Ursprünglich sollten nur Stolpener aus allen Ortsteilen mitmachen, aber es stellte sich bald heraus, dass von überall her Anfragen kamen, ob man dabei sein könne. Schließlich haben wir die Aktion dann quasi freigegeben. Die Teilnehmer sollten ihre Unterstützung möglichst mit dem Tragen des grünen Leibchens bzw. des gelben Laufshirts zeigen und die gelaufenen km unter www.stolpen800.de oder in der Stolpen-Information eintragen.

Neben der Werbung für unser Jubiläum Stolpen800 und den 1. Stolpener Basalt-Lauf am 23.09.2018 wollten wir Menschen dazu bewegen, sich zu bewegen. Dazu dienten auch mittlerweile 14 Lauftreffs, bei denen zwischen 3 (bei -7 Grad im Februar) und 15 Teilnehmern (bei zivilen Temperaturen im Mai) gemeinsam auf Strecke rund um Stolpen gingen. Die Lauftreffs werden wir fortsetzen. Den Sommer über treffen wir uns immer am letzten Donnerstag im Monat um 18:30 Uhr an der Stadtkirche Stolpen (26.07, 30.08. und 27.09.). Die nötigen Profitipps zu Theorie und Praxis des Laufens und der Notwendigkeit der Bewegung ganz allgemein konnten wir rund 75 Teilnehmern in den beiden Laufseminaren im Mai 2017 und April 2018 vermitteln. Und wer in den letzten Monaten mit offenen Augen durch Stolpen, Heeselicht, Helmsdorf, Langenwolmsdorf, Lauterbach und Rennersdorf ging, dem sind die vielen Läufer und Walker sicher aufgefallen.

Wir wussten bereits Ende April, dass wir die 8000 km-Marke knacken werden, wollten dann aber nicht aufhören und haben, wie berichtet, weitergemacht. Noch kurz vor Mitternacht des 31.05. wurden die letzten km in Dresden gelaufen. Die Auswertung, die ich dann in den Nachtstunden zum 01.06. fertigstellte, hat mich und uns alle sprachlos gemacht. Letztlich können wir uns über die wirklich beeindruckende Zahl von
12.701 km freuen. Damit haben wir ehrlich nicht gerechnet. Unsere Ziele haben wir nicht nur erreicht, sie wurden übertroffen. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die uns unterstützt haben und das bis zum Basalt-Lauf auch weiter tun. Detailliert sehen die Zahlen wie folgt aus:

Mitgemacht haben:                                      338 Läufer + Walker
Anzahl der einzelnen Läufe + Walks:      ~ 1.170
Durchschnittliche Streckenlänge:            ~ 11 km
Durchschnittswert pro Teilnehmer:          ~ 38 km
Durchschnittsalter:                                       46 Jahre
Höchste km-Zahl (weiblich):                       502 (Walking)
Höchste km-Zahl (männlich):                      765 (Laufen)
Höchste Anzahl Läufe / Walks (weiblich):  72 (Walking)
Höchste Anzahl Läufe / Walks (männlich): 102 (Walking)
Jüngste Teilnehmer (weiblich + männlich): 10 Jahre (Schülerinnen und Schüler Jahrgang 2007 der 5. Klassen, Ludwig-Renn-Oberschule Stolpen)
Älteste Teilnehmerin (weiblich):                  85 (hat auch die meisten km)
Ältester Teilnehmer (männlich):                   78 (hat auch die meisten Starts)
Am weitesten entfernt wurde gelaufen in:    Apollo Bay, Australien (Luftlinie 15.913 km von Stolpen)
Gelaufen wurde auch in:                               China / Malaysia / Island / Spanien / Mallorca / Gibraltar / Tschechien / Österreich sowie auf Kreuzfahrtschiffen auf dem Atlantik und im Mittelmeer

Bei der Geburtstagsfeier am 02.06. wurde die Aktion mit einem Sternlauf aus allen Ortsteilen abgeschlossen und die Ergebnisse von René Bardoux präsentiert. Und hier schließt sich auch der Kreis, was Begeisterung und Miteinander möglich machen. So wie wir uns seit Monaten für die Laufaktion und den Basaltlauf engagieren, so haben das viele andere über eine lange Zeit für die Festwoche getan. Was wir alle erleben konnten, hat Jürgen Major bei der Wiederaufführung des Films „Geheimnis der 17“ in der Kornkammer am 04.06. treffend formuliert. Er sprach von einem Geist und einer Stimmung, die man seit Tagen in der Stadt spüre und die er so noch nie erlebt habe. Sicher gab es Kritik; und wo sie objektiv und berechtigt ist, sollte man sie auch annehmen. Aber auf das, was wir gemeinsam geschafft haben, sollten wir stolz sein und davon zehren.

Torsten Friedrich
AG „Stolpen läuft“