Liebe Stolpener!

Die Vorbereitungen für Stolpen800 sind in vollem Gange.

Die 2. öffentliche Informationsveranstaltung hat stattgefunden und alle, die sich bisher beteiligt haben, sprühen vor Ideen. Riesenrespekt dafür, denn sie machen das ehrenamtlich.

In jeder Arbeitsgruppe gibt es einen annähernd konkreten Plan und so langsam geht es an die Umsetzung. Dabei wünsche ich den agierenden Kräften viel Ausdauer, Inspirationen die beflügeln und noch mehr engagierte Mithelfer. Denn Stolpen800 ist ein Projekt von uns allen – für uns alle! Mit diesem Jubiläum bietet sich uns, der Stolpener Gemeinschaft, die Chance ein Fest auf die Beine zu stellen, an das wir uns noch Jahre später gern erinnern werden.

Ich, als Vertreterin der jungen Generation, freue mich auch zu sehen, wie Stolpen im Zuge dieses Festes immer moderner wird. Mittlerweile sind wir auf den wichtigsten Plattformen der sozialen Medien vertreten und haben damit unsere Reichweite vergrößert.

Trotz all dieser Innovationen wünsche ich mir, dass wir auch auf die Vergangenheit blicken. Und was für einen schönen Kontrast würde es geben, wenn man Gegenwart und Vergangenheit vereint. Zum Beispiel, indem man mit modernen Mitteln vergangene Persönlichkeiten unserer Stadt wiederaufleben lässt; eine Stadt lebt auch von den Menschen, die vor uns hier waren. Eine ganz bestimmte wird jetzt Ihnen allen in den Sinn kommen, aber es gibt noch so viele mehr. Wussten Sie beispielsweise, dass Stolpen der erste Verlagsort von Karl May war oder das direkt am Markt einer der bedeutendsten Textdichter von Johann Sebastian Bach geboren wurde? Nicht zu vergessen: Stolpen hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch zwei Vertreter in Hollywood! Das sind nur einige Beispiele und doch sind allein das schon Gründe für mich, meine Heimat zu lieben!

Es macht mich froh, wenn ich sehe, dass es vielen Leuten aus dem Ort wo meine Wurzeln sind, genauso geht. Wenn ich in Dresden, wo ich zur Schule gehe, Autos mit dem Stolpen800 Aufkleber sehe, dann muss ich unwillkürlich lächeln. Ich bin stolz auf meine Heimat, stolz auch darauf, dass ich sie für ein Jahr repräsentieren darf.

Unsere Heimat gehört zu unserer Identität und die wollen wir auch selbst mitgestalten. Also packen wir es an und stellen gemeinsam diesen 800. Geburtstag auf die Beine!

Vera Tuschling
12. Basaltkönigin